Todes-Falle Stadion?

10. Januar 2006 | 15:11 von Tim Gloystein

Des Deutschen liebste Stiftung hat einen Warentest gemacht und die WM-Stadien auf Herz und Leber geprüft. Und dabei festgestellt: Wer in Berlin, Leipzig, Kaiserslautern oder Gelsenkirchen Fußball guckt, spielt nicht nur mit seiner geistigen Gesundheit, sondern auch mit dem Leben. Gesperrte und zu lange Fluchtwege, schlampiger Brandschutz und hohe Zäune können bei einer Massenpanik oder Brand für zerquetschte und verkohlte Fußballfans sorgen.

Der Kaiser der Herzen, Franz Beckenbauer, kann über so viel Kritik gar nicht lachen:

„Mir reicht’s jetzt mit diesem Heer der Besserwisser und Wichtigtuer, die sich über die WM profilieren wollen. Die Stiftung Warentest kennt sich vielleicht mit Gesichtscreme, Olivenöl und Staubsaugern aus. Dabei sollten sie bleiben.“

Genau wie ehemalige Fußballprofis auch nicht überall ihren Senf dazu geben sollten.

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9 Kommentare zu “Todes-Falle Stadion?”

  1. Horst Hrubesch behauptet:

    Da gebe ich Dir Recht, aber an Günter „die Frisur“ Netzer geht wohl bei der WM kein Weg dran vorbei. ;)

  2. horst behauptet:

    wobei otze ja schon gotteslästerung betreibt wenn er den kaiser kritisiert :D

  3. horst behauptet:

    hierzu nochwas aus dem kicker:

    Hans Rütten (Geschäftsführer Kölner Sportstätten GmbH): „Einige Punkte der Warentest-Studie waren in Bezug auf unserer Stadion faktisch falsch. Es wurden fehlende Fluchttore angeprangert, die es aber gibt. Außerdem existieren so genannte Paniktore, die im Notfall geöffnet werden. Wir sehen keinen Grund, bauliche Maßnahmen zu ergreifen. Ich halte die Studie für nicht seriös. Man kann nicht rufen, es brennt, es brennt, und will dann noch 14 Tage mit der Veröffentlichung warten. Die Brisanz wurde nicht erkannt. Ich habe mir die Pressekonferenz vor Ort angeschaut, der Raum für die Journalisten hätte doppelt so groß sein müssen.“

  4. Manni der Libero behauptet:

    Ich habe neulich Fernsehbilder aus Nürnberg gesehen, da haben sie mit einem Bruchteil dessen, was rein passt den Oberrang in einer Fankurve getestet und mit sagen wir mal rund 300 Leuten im menschenleeren Stadion ein wenig gewippt.

    Der ganze Oberrang hat sowas von gewackelt und sich gebogen, das sah aus wie ein Querschnitt durch’s Trampolin. Unheimlich.

    Aber wenn wir nach St.Pauli fahren müssen wir da glaube ich keine Angst haben. Da fallen wir ja nicht so tief und nen Oberrang gibt’s nicht, der uns auf den Kopf fallen könnte.

  5. horst behauptet:

    dafür aber die bierflaschen der hamburger antifa *g*

    irgendwo gibts zu dem nürnberg-thema n online-video, werde das mal eruieren ;)

  6. Timy behauptet:

    Sicherheitsgefährdende Mängel am Dach des Fritz-Walter-Stadions in Kaiserslautern führten schon mal Dezember 2005 zur Spielabsage. Am Besten die tragen die Spiele auf einer normalen Wiese aus.

  7. horst behauptet:

    wäre für das „back to the roots“-gefühl sicherlich sehr hilfreich ;)

  8. Ronaldinho behauptet:

    von „back to the roots“ zu „back to the platz“ … wenn lediglich zwei bis dreitausend fans dabei sind ist das ohne stadion bestimmt lustig. in anbetracht der lage, dass bestimmt mehr als das 20-fache das spiel sehen wollen stelle ich mir die retro version recht schwierig vor.

    fall-beispiel:
    der platz ist 105 meter lang und 68 meter breit (erstes ergebnis bei google ‚fussballplatz breite‘ ;)
    pro qudratmeter platzieren wir 5 mannen – kuscheln ist angesagt. in der länge wäre das schon einmal 1050 – in der breite gute 680, was zusammen 1730 ergibt. nehmen wir mal an, dass nur 50.000 leute das spiel sehen wollen … das ergibt knapp 29 reihen. in diesem massenkuscheln darf man dann in ca. 29 meter entfernung (in der ebene) versuchen den ball zu sehen …

    je länger ich darüber nach denke, desto mehr würde ich gerne dieses szenario mal ausprobieren wollen. wir treffen uns morgen früh alle auf dem bolzplatz! bringt familie und freunde mit …

    so, ich muss weg. tore schiessen …

  9. horst behauptet:

    teile nochmal 90 minuten durch die 29 reihen und du kommst auf die potentielle zeit die bei fliessbandverkehr für das betrachten des spiels in frage kommt *g*