Nachbeben bei der „TZ“

24. März 2006 | 12:55 von Björn Hornemann

TZ München WettskandalDie Münchener „TZ“ tritt die Flucht nach vorne an. Nachdem das Boulevard-Blatt in der vergangenen Woche die Verwicklung Sebastian Schweinsteigers in den sogenannten Wettskandal meldete, war die Empörung gross. Die Vorwürfe stellten sich als haltlos heraus, ganze Tatsachen waren frei erfunden, die angebliche Quelle anscheinend kaum gegengeprüft. Der FC Bayern reagierte entsprechend, erteilte „TZ“-Mitarbeitern Hausverbot und hat rechtliche Schritte gegen die Verantwortlichen eingeleitet.

Vor allem die Reaktion des Vereins dürfte dafür gesorgt haben, das sich die „TZ“ nun vom verantwortlichen Sportchef und stellvertretenden Chefredakteur Gerald Selch getrennt hat. Man habe sich, wie es so schön heisst, „im gegenseitigen Einvernehmen“ auf ein Ausscheiden aus der „TZ“-Redaktion geeinigt. Gleichzeitig wurde der Artikel vom 16. März, in dem neben Schweinsteiger auch die 1860-Profis Lanzaat und Agostino belastet wurden, widerrufen. Am Montag hatte Schweinsteiger Strafanzeige aufgrund Verdachts der üblen Nachrede und des Verdachts der Verleumdung erstattet.

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