Kontrollausschuss vs. Micoud und Wörns

25. April 2006 | 15:29 von Björn Hornemann

Kontrollausschuss vs. Micoud & WörnsZugegebenermaßen haben wir hier im Norden eher die grün-weiße als die königsblaue Brille auf. Das der DFB-Kontrollausschuss nach den Ereignissen vom Sonntagabend lediglich gegen Johan Micoud und nicht auch die Schalker Lincoln und Poulsen ermittelt, ist ein weiterer Indikator für die mangelnde Transparenz der Ballsport-Sittenwächter aus Frankfurt. Im Spiel zwischen Werder Bremen und Schalke hatten Lincoln und Poulsen massiv provoziert, Micoud sich im Gegenzug mit einem Kneifer ins Gemächt Poulsens revanchiert. Nicht die feine Art, allerdings auch durch eine Vielzahl von Fouls und Schwalben der beiden Spieler provoziert. Das Vortäuschen und Markieren von Verletzungen ist schon seit Jahren eine Unsitte, hier sollte das Regelwerk dringend überarbeitet werden.

Deutlich weniger Diskussionsbedarf besteht im Fall Wörns. Der von Jürgen Klinsmann nicht berücksichtigte Dortmunder Abwehrspieler hatte den Nürnberger Kießling per Ellbogencheck ins Gesicht niedergestreckt.

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6 Kommentare zu “Kontrollausschuss vs. Micoud und Wörns”

  1. Dieter Eilts behauptet:

    Da keine Kamera beweisen kann ob er wirklich zugegriffen hat und das Wort von dem unfairsten Spieler, Schauspieler und Provokateur der Liga kein wirklichen Wert hat kann die Entscheidung eigentlich nur Freispruch lauten

  2. Tim behauptet:

    Besonders Wörns Kommentar gefällt mir: „Das war eine schauspielerische Meisterleistung von Kießling. Ich kann nichts dafür, wenn er den sterbenden Schwan spielt.“

    Erstaunlicherweise sagte Kießling nach dem Spiel selber: „Er steht da und will mich wegblocken, ich lass mich dann fallen, damit der Schiedsrichter es sieht. Mehr war nicht.“

    Und die werden bezahlt dafür!

  3. Dieter Eilts behauptet:

    Der Beweis : Poulsen steht auf Eiergrabschen

    http://stadionpils.de/0506/S04/12.jpg

  4. Andi Herzog behauptet:

    Das der Poulsen dem Ernst an die Familienplanung greift ist ja sowas von krass unsportlich. Dafür gehört der aber auch gesperrt. Und der Kießling ist auch einfach zu dämlich. Ich meine, bei dem Check vom sprechenden Leberfleck kann man sich doch nicht hinstellen und behaupten, man habe nachgeholfen. So sah das nämlich mal überhaupt nicht aus.

  5. Oliver behauptet:

    dieter eilts hat alles gesagt. Es kann und darf nur freispruch lauten…

  6. blog.fanfaktor.de - das fußball-blog » Blog Archive » Gesperrt behauptet:

    […] Eine Sperre über die Saison hinaus erscheint mir absolut blödsinnig. Spieler und Verein sind angesichts der wichtigen Matches gegen Köln und Hamburg gestraft genug. Warum Poulsen, dessen Provokationen und Schubsereien erst zu der Tätlichkeit von Micoud führten, weder gesperrt noch angeklagt wurde bleibt das Geheimnis des DFB. Der Dortmunder Christian Wörns wurde wegen seiner Ellbogen-Attacke übrigens für vier Spiele gesperrt, was ebenso überzogen ist. […]