Die angekündigte Rückkehr des Schneekönigs
05. Oktober 2006 | 13:34 von Björn |
Der Presse fehlen derzeit die Skandale & Skandälchen in der Bundesliga, das ist in diesen Tagen ganz klar zu beobachten. Christoph Daum, einst von Uli Hoeneß geouteter Liebhaber kolumbianischer Exportgüter, taucht immer dann in den Medien auf, wenn es mal wieder um einen Trainerkandidaten für aktuelle (Schalke) und ehemalige (Stuttgart) Spitzenclubs geht. Derzeit steht Mirko Slomka bei Schalke unter Erfolgsdruck und wer für einige Vertreter im Umfeld des Vereins der bevorzugte Nachfolger wäre, lässt sich dem derzeitigen Rauschen im Blätterwald entnehmen. Da gibt Google-News mitunter etwas seltsame Aneinanderreihungen von Schlagzeilen aus, wie im obigen Screenshot zu beobachten ist.
Die Frage ist: Braucht Schalke wirklich einen neuen Coach? Die Achillesferse der Mannschaft sehe ich eher in einer Ansammlung zusammengekaufter Stars, die einst die Meisterschaft für den Traditionsclub sichern sollten. Zu Stumpen-Rudis Leidwesen hat sich erweisen, daß der Erfolg leider nicht erworben werden kann und der Club kämpft nun mit einer 85-Millionen Anleihe. Die “Petz-Affäre” um Asamoah zeigt, daß es mit Teamgedanken nicht weit her sein kann. Das frühe Aus im UEFA-Pokal ist ein weiteres Indiz. Ob sich Christoph Daum in eine derartige Situation begibt? Schwer zu sagen. Die Gefahr des Scheiterns ist gerade in einem Umfeld wie bei Schalke 04 recht groß. Ob sich Daum das antun will, zeigt sich in drei Wochen. Sollte Schalke beim ebenfalls unter Druck stehenden HSV erneut verlieren und anschließend gegen Hannover keinen Dreier landen, dürfte Slomka das Handtuch werfen. Irgendwann verpufft auch die schärfste öffentliche Kritik an einer Mannschaft, die derzeit keine ist. Das können weder Daum noch Slomka wuppen, das können nur die Spieler selbst.
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