Archiv 'Vereinsheim'

Geschichtsstunde (I)

06. Juni 2006 | 16:28

Werder Bremen Abstieg 1980

Wikipedia lehrt: Die Vergangenheit ist die Zeit, die vor der Gegenwart liegt. Als Anhänger eines gewissen norddeutschen Traditionsclubs kann man dankbar sein das Jahr 1980 aus Altersgründen nicht bewusst erlebt zu haben. Werder, in den vorherigen Jahren zur grauen Maus der Liga degeneriert, stieg als Tabellen-17. in die 2. Bundesliga Nord ab und erlebte gegen den FC Bayern ein wahres Debakel: 7:0 gewannen die Münchener in jenem Jahr. Familienanzeige via fanszene-bremen.net

In eigener Sache (III)

29. Mai 2006 | 15:53

Fanfaktor im Newskicker Reader

Und wieder ein Meilenstein für die von Erfolgen verwöhnte Fanfaktor-Editoren-Riege. Unter dem Titel „News Kicker“ hat der Münchener Kollege Siegfried Hirsch einen auf Newsbee basierenden RSS-Reader zusammengestellt. Technisch identisch mit dem Original, kommt „News Kicker“ im an die frühen Love Parades erinnernden Neon-Grün daher. Inhaltlich ist der Reader mit Feeds vom WM-Blogger, den Soccergirlz, wmblog.eu und unserer unbedeutenden Publikation ausgestattet. Lässt sich natürlich erweitern und funktioniert ebenso gut wie Newsbee. Zeit für eine Version mit Fanfaktor-Branding. Fürs Ego oder so.

Zustand des Spielfeldes

26. Mai 2006 | 12:17

WM-Rasen

Es ist vollbracht. Zwölf Stadien sind mit 96.000 m2 Rasen versorgt worden. Der ist WM-tauglich, bedarf allerdings in den verbleibenden zwei Wochen bis zum Turnierbeginn noch einiger Pflege. Am Ende müssen 2,8 Zentimeter Wettkampfhöhe erreicht sein. Via whoateallthebratwurst.com

Heynckes neuer Trainer in Gladbach

23. Mai 2006 | 13:33

Jupp Heynckes neuer Coach in GladbachJupp Heynckes wird nach Meldung der Zeitung „Express“ neuer Coach von Borussia Mönchengladbach. Der 61-jährige feierte mit Gladbach seine größten Erfolge als Spieler, wurde viermal Deutscher Meister, einmal Pokalsieger und einmal UEFA-Cup Sieger. Als Trainer betreute er Gladbach bereits von 1979 bis 1987. Heynckes tritt die Nachfolge von Horst Köppel an, der trotz eines respektablen 10. Ranges bei Verein und Anhängern umstritten war und zum Saisonende seinen Hut nehmen musste. Gladbach will den neuen Coach im Rahmen einer Pressekonferenz um 15h bekanntgeben.

» Bildquelle: rp-online.de

George Best Belfast City Airport

23. Mai 2006 | 13:12

George Best Belfast City AirportSucht man in Deutschland nach öffentlichen Einrichtungen, die nach Fußballkoryphäen benannt sind, so stösst man im besten Fall auf eine Sepp-Herberger-Straße in Nidderau oder das Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern. In Nordirland ist man traditionsbewusster und benannte den Flughafen von Belfast gestern in George Best Belfast City Airport um. Anlass der 60. Geburtstag, den „Georgie“ gestern gefeiert hätte. Best war der vermutlich beste Fußballspieler den das Vereinigte Königreich je vorgebracht hat. Bedauerlicherweise war er nicht nur am Ball, sondern auch an der Flasche einer der ganz Großen. Nach Jahren exzessiven Alkoholkonsums starb George Best im vergangenen November. 100.000 Menschen gaben ihm die letzte Ehre.

Trapattoni & Matthäus kommen/kommen nicht.

23. Mai 2006 | 12:34

Giovanni Trapattoni & Matthäus zu Red Bull SalzburgIn Salzburg gibt es einen Fußballverein. Früher hiess der mal Austria, später dann Casino, irgendwann Wüstenrot und heute Red Bull Salzburg. Angeblich soll letzteres Produkt ja Flügel verleihen. Anders ist auch kaum zu erklären, daß Lothar Matthäus und Giovanni Trapattoni zunächst vom Verein als verpflichtet gemeldet wurden und beide in den Medien eine Vertragsunterzeichnung dementierten. Viel spannender erscheint da schon jetzt die unterschiedliche Interpretation der Aufgabenverteilung beider Coaches. „Ich wäre der Cheftrainer und Matthäus mein Assistent. Das wurde von den Zeitungen zwar anders wiedergegeben, aber es ist das, was ich mit dem Präsidenten besprochen habe“ sagt Trapattoni. Die Trainerlegende Matthäus wiederum lässt verlauten, dass er nur dann Assistenzcoach werde, wenn die Kompetenzen genau abgesteckt sind: „Meine Stärke liegt darin, Verantwortung zu übernehmen. Diese Stärke soll man mir nicht nehmen.“

Vereinsboss Mateschitz lässt sich vom medialen Störfeuer jedenfalls nicht beirren und verkündet den Anhängern bessere Zeiten: „Ich bin fest davon überzeugt, wenn man ihr Wissen und ihre Persönlichkeiten zusammenführt, dass mit dieser einzigartigen Kombination etwas wirklich Großes entstehen kann.“ Lothar muss indes, sollte er zum 6. Juni das Training beginnen, sein WM-Engagement beim Pay-TV Sender Premiere klären. Dort soll er der Nation als Premiere-Experte Sinniges zum Thema Fußball verkünden.

» Bildquelle: Roter Bulle Salzburg

Hartes Leben

23. Mai 2006 | 08:52

Oliver Neuville mag die 10 nichtDer arme Oliver Neuville wird von seinen Mannschaftskameraden geärgert. Bei der Verteilung der Rückennummern für die WM 2006 bekam der älteste Feldspieler im Kader die „10“ zugewiesen, traditionell reserviert für den Spielmacher.

Der Herr Neuville gar nicht sein will:

„Nein, nein, um Gottes Willen. Ich bin ja kein Spielmacher. Ich hätte lieber eine andere Nummer gehabt!“

Leben muss der Stürmer nun trotzdem mit seiner Nummer und dem Spott der Mitspieler: seine Wunschnummern 7 und 9 sind schon besetzt.

» Bildquelle: photocase.com

Zeit, dass sich was dreht

19. Mai 2006 | 14:48

Herbert Grönemeyer - Zeit das er sich drehtBisher konnte ich der offziellen WM-Hymne entkommen. Nun hat man Urlaub und ist mit entsprechendem Zeitkonto prompt verwundbar für all die Angriffe des medialen Irrsinns. Habe beim Frühstück heute also erstmals das Video von Grönemeyers „Zeit, dass sich was dreht“ rezipiert. Man hätte mich ob der bizarren Mischung afrikanischer Rhythmen und tragender Riffs vorwarnen können. Singt Herbert „the conscience“ Grönemeyer da wirklich „oh weeeeh weeeh oh weeeh“ ? Und sowas wird dann zum Eröffnungsrave in der Münchener Versicherungs-Arena vor diversen hundert Millionen TV-Konsumenten unter dem Motto „Die Welt zu Gast bei Freunden“ präsentiert, wärend Blatter-Sepp angesichts 1 Mrd. EUR Lizenz-Umsatz fröhlich mit Jack Warner die Hüften schwingt.

Passender wäre ein Comeback von Franz Beckenbauer mit seinem Alltime-Smasher „Gute Freunde kann niemand trennen“. Im Video könnten Klinsmann und Matthäus ihre Reunion feiern, wärend im Hintergrund Martina Effenberg und Claudia Strunz Goleo-Figuren in den Himmel werfen aus dem wiederum Helmut Rahn und Sepp Herberger winken. So wird unser gescheiterter Plüschlöwe doch noch zum Kult-Artikel und Blatter-Sepp könnte anschließend in der Uni Paderborn von einer klassischen Win-Win Situation berichten. Was für ein Storyboard. Fazit: Noch 21 Tage Radio- und TV-Programm meiden.

Der Pate: „Big Luciano“ Moggi

17. Mai 2006 | 11:17

Luciano Moggi

Wir hatten Hoyzer, Italien hat Moggi. Vergleicht man die Fälle, wirkt unser Experte für kroatische Wettrituale allerdings wie ein Straßendealer im Vergleich zu Al Capone. Der Medientenor des Tages: „Big Luciano“ brach im Verhör mit der Napolitanischen Staatsanwaltschaft in Tränen aus. Welch Drama, welch Pein. Und doch irgendwie typisch für unser Klischee von den Stiefelbewohnern. Nach und nach kristallisiert sich das Ausmaß des Serie A-Skandals heraus. Schiedsrichter-Briefings vor Juve-Matches, Nationalspieler die angeblich illegale Wetten abgeschlossen haben, ein Verbandspräsident der ad-hoc zurücktritt, ein Sportminister der bei „Big Luciano“ um Referee-Unterstützung für seinen Lieblingsclub bittet, ein FIFA-Schiedsrichter als einer der Köpfe dieses Systems.

Man stelle sich vor, Wolfgang Schäuble ersucht Eugen Strigel um Support für den SC Freiburg. Surreale Zustände. Moggi gab im Verhör zu Protokoll, er habe alles für Juventus Turin getan, um im weiteren Verlauf seine Unschuld zu beteuern. Juve hat zwar (mit seiner Hilfe?) den Titel gewonnen, doch droht dem Team des Agnelli-Clans nun die Aberkennung des Titels, der Zwangsabstieg und damit die Disqualifikation zur Champions League. Käme in etwa dem Zwangsabstieg des FC Bayern in die 2. Liga gleich. Für Turin, das derzeit ein neues Stadion errichtet, wäre dies der finanzielle Super-GAU. Italienische Medien kolportieren Mindereinnahmen von 300 Millionen EUR.

Ungünstiger könnte der Zeitpunkt der Ermittlungen kaum sein. Italiens Nationalmannschaft beginnt mit der WM-Vorbereitung, doch zwei Nationalspieler (Torwart Buffon und Stürmer Iaquinta) sehen sich mit Ermittlungen der Staatsanwaltschaft konfrontiert. Das „Big Luciano“ einen Schiedsrichter in seiner Kabine eingeschlossen haben soll, weil dieser seinen Job auf angemessene Weise erledigt hat, gerät da schon fast zur netten Randanekdote.

Klinsmann nominiert Odonkor und Hanke

15. Mai 2006 | 13:24

Jürgen Klinsmann hält derzeit, begleitet von seinen Sekundanten Bierhoff, Köpcke und Löw, die Pressekonferenz zur Nominierung des WM-Kaders. Größte Überraschung ist die Nominierung von David Odonkor und der durch seine beim Confed-Cup erhaltene rote Karte für 2 WM-Begegnungen gesperrte Mike Hanke. Zu den Nicht-nominierten gehören überraschenderweise Kevin Kuranyi, Fabian Ernst und Patrick Owomoyela.

Der WM-Kader im Überblick:

Tor:
Jens Lehmann (Arsenal London)
Oliver Kahn (FC Bayern)
Timo Hildebrand (VfB Stuttgart)

Abwehr:
Arne Friedrich (Hertha BSC)
Robert Huth (Chelsea)
Marcell Jansen (Borussia Mönchengladbach)
Philipp Lahm (FC Bayern)
Per Mertesacker (Hannover 96)
Christoph Metzelder (Borussia Dortmund)
Jens Nowotny (Bayer Leverkusen)

Mittelfeld:
Michael Ballack (FC Bayern)
Bastian Schweinsteiger (FC Bayern)
Tim Borowski (Werder Bremen)
Torsten Frings (Werder Bremen)
Thomas Hitzlsperger (VfB Stuttgart)
Sebastian Kehl (Borussia Dortmund)
Bernd Schneider (Bayer Leverkusen)

Angriff:
Gerald Asamoah (Schalke 04)
Mike Hanke (VfL Wolfsburg)
Miroslav Klose (Werder Bremen)
Oliver Neuville (Borussia Mönchengladbach)
David Odonkor (Borussia Dortmund)
Lukas Podolski (FC Köln)