Archiv 'Serie A'

Video vom Fight Valencia vs. Inter

07. März 2007 | 11:30

Heute morgen schon Frühstücksfernsehen verfolgt? Sowohl im Öffentlich-Rechtlichen, als auch bei Sat1 & N24 kamen die üblichen “Das wollen wir heute abend nicht sehen” Kommentare. Das Rudelbildung derart ausartet kommt allerdings auch selten vor.Eigentlich gehören beide Teams disqualifiziert. Aber es steht eben kein WM-Halbfinale vor der tür und Torsten Frings war nicht beteiligt.

Da waren es nur noch neun.

31. Oktober 2006 | 21:53

Juventus Turin, die alte Dame des italienischen Fussballs wie man früher in jeder Sonntags-Sportschau der ARD hören durfte, hat vor dem Schiedsgericht des Nationalen Olympischen Kommitees von Italien eine deutliche Reduzierung der als Folge des Manipulationsskandals in Italien verhängten 17 Negativ-Punkte erreicht. Nunmehr werden dem Zwangsabsteiger aus der Serie A nur noch neun Punkte am Ende der Saison abgezogen. Auch der AC Florenz und Lazio Rom erreichten Strafreduzierungen, einzig der Berlusconi-Club Milan hat weiterhin acht Punkte Abzug. Im Prinzip freue ich mich für die Anhänger, die wohl kaum etwas für die Vergehen der Funktionäre können. Andererseits muss man sich fragen, ob man damit nicht das falsche Zeichen setzt.

Video-Motivation für das Nordderby

21. September 2006 | 13:22

In Zeiten der Krise hilft es zuweilen sich mit Videos aus besseren Tagen einzudecken und sich seiner Stärken zu besinnen. Schließlich hat man Juve nach Rückstand noch 3:2 geschlagen, da sollte nach den Pleiten gegen Schalke, Pirmasens, Chelsea und Stuttgart die Zeit für einen Sieg gekommen sein. Auf gehts zum Bash nach Stellingen.

Doch nur eine Farce?

26. Juli 2006 | 09:17

Gestern hat das Berufungsgericht des italienischen Fußballverbandes (FIGC) die Urteile des Berufungsverfahrens im Manipulationsskandal verkündet. Zusammenfassend kann man sagen: Es ist nicht viel übrig geblieben.

Juventus Turin steigt als einziger Club ab in die Serie B, startet dort aber nicht, wie im ersten Urteil, mit 30, sondern nur mit 17 Minuspunkten. Mailand, Rom und Florenz dürfen weiterhin in der Serie A kicken, auch hier wurden die Strafpunkte deutlich abgemildert. Der AC Mailand kann durch die Reduzierung der Strafpunkte nun doch an der Qualifikation zur Champions League teilnehmen.

Die Urteile gegen die Drahtzieher des Skandals, Luciano Moggi (5 Jahre Berufsverbot und 50.000 Euro Geldstrafe) und Antonio Giraudo (5 Jahre Berufsverbot), wurden allerdings bestätigt. Weitere Beteiligte kamen mit leicht abgemilderten Strafen davon.

Sommerschlußverkauf bei Juve

20. Juli 2006 | 11:29

Juventus Ausverkauf Fabio Cannavaro

Kaum ist Juve verendet, da kreisen die Geier um den zum Zwangsabstieg in die Serie B verurteilten Club. Fabio Cannavaro und Emerson wechseln beide zu Real Madrid. Schon vor einigen Wochen war Coach Capello von Juve zu den “Königlichen” gewechselt. Mit Reals größtem Mittbewerber in der Primera Divison, dem FC Barcelona, werden derzeit die Juve-Spieler Thuram und Zambrotta in Verbindung gebracht. Dem Verein die Treue halten wollen neben Keeper Buffon auch die Spieler Nedved und Del Piero. Letzterer wurde in einem Interview vor dem WM-Finale mit den Worten “Ein Kavalier verlässt seine Dame nicht” zitiert.

Urteile im Manipulationsskandal gesprochen

14. Juli 2006 | 22:06

Das Sportgericht des italienischen Fußballverbandes hat die Urteile im Manipulationsskandal gesprochen. Juventus Turin, Lazio Rom und der AC Florenz steigen in die Serie B ab. Juventus werden außerdem die letzten beiden Meistertitel aberkannt. Der AC Mailand darf weiterhin in der ersten Liga spielen, aber nicht in der Champions League antreten.

Zusätzlich wurden Punktstrafen verhängt: Juve startet in der 2. Liga mit 30 Minuspunkten, Florenz mit 12 und Lazio mit 7. Milan werden in der Serie A 15 Punkte abgezogen.

Gegen die beiden Drahtzieher des Skandals, den Ex-Juve-Manager Luciano Moggi und den früheren Geschäftsführer Antonio Giraudo, wurden von Sportrichter Cesaro Ruperto Berufsverbote verhängt. Insgesamt blieb Ruperto mit den Urteilen unter den geforderten Strafmaßen.

Alles in allem wohl eher die “ökonomische” Lösung, von der Herr Hornemann an dieser Stelle schon gesprochen hat …

Italienische Lösung

14. Juli 2006 | 13:48

Moggi Heute um 20:00 soll das von Sportrichter Cesare Rupo gefällte Urteil im Prozess zur Ligamanipulation in der Serie A verkündet werden. Nach einem Bericht der Gazzetta dello Sport würden demnach Juve, der AC Florenz sowie Lazio Rom in der kommenden Saison in der Serie B spielen. Der von der Staatsanwaltschaft geforderte Zwangsabstieg Turins in die drittklassige Serie C wäre damit vom Tisch. Der AC Mailand soll lediglich mit Entzug der Champions League bzw. UEFA-Cup-Teilname sowie einem Punktabzug sanktioniert werden. Sollte sich letzterer Aspekt bewahrheiten hätten sich (wie wir schon an dieser Stelle vermuteten) ökonomische Interessen gegenüber dem oft geforderten “sauberen Schnitt” durchgesetzt. In den vergangenen Tagen hatte Milan-Eigner und TV-Mogul Berlusconi eine Nachverhandlung der Fernsehgelder angedroht, da die Serie A ohne Juventus und Milan an Wert verlöre. Italiens Innenminister hatte angesichts des Titelgewinns der italienischen Nationalmannschaft eine Amnestie für die betroffenen Vereine gefordert. Spannend wird die Entscheidung in jedem Fall, die Verkündung des Urteils wird übrigens Live bei RAI UNO übertragen. Dort wird zwar kein Live-Stream angeboten, via dem P2P-Broadcaster SopCast könnte es aber evtl. klappen ;)

Lippi hört auf

12. Juli 2006 | 12:56

Lippi hört auf

Der Coach der italienischen Nationalmannschaft, Marcello Lippi beendet trotz des Titelgewinns am vergangenen Sonntag seine Tätigkeit als Cheftrainer der Squadra Azzura. Nachdem er und sein Sohn Davide im Rahmen des Manipulationsskandals in den Fokus italienischer Ermittler geraten war, hatte Lippi diesen Schritt bereits vor der WM angedeutet. Als Nachfolger ist der ehemalige Nationalspieler Roberto Donadoni im Gespräch, der bereits als Coach von Lecco, Genua 1893 und dem AS Livorno gearbeitet hat.

» Bildquelle: dasolinmezzoalcampo.splinder.com

Zwischen Triumph und Schmach

05. Juli 2006 | 12:59

Tifosi in Rom Skurril. Da erreicht Italien mit einer hervorragenden taktischen Leistung und dem nötigen Quäntchen Glück das Finale und doch ist der Fokus der Öffentlichkeit auf ein anderes – weniger erbauliches – Fußballthema ausgerichtet. Es fällt schwer die Dimension des Manipulationsskandals in der italienischen Serie A zu erfassen. Man stelle sich vor, Bayern München drohte der Zwangsabstieg in die Regionalliga Süd und Werder Bremen, dem HSV und Borussia Dortmund der Gang in die zweite Liga mit Punktabzug.

In etwa so sähe das Szenario aus, sollte Richter Francesco Borrelli den Forderungen der Staatsanwaltschaft nachkommen. Juve soll demnach in die Serie C verbannt werden, der AC Milan, Lazio und Fiorentina mit Punktabzug in der Serie B starten. Weiterhin fordert Untersuchungsrichter Stefano Palazzi Berufsverbote für beteiligte Funktionäre und Schiedsrichter. Zuvor hatten die Verteidiger der Angeklagten mit einer Fülle von Anträgen versucht, den Prozess zu verzögern. Ob die Richter Borelli den Forderungen nachkommen wird bleibt allerdings fraglich. Der Zwangsabstieg von Juve ist wohl kaum zu verhindern, doch die Degradierung der anderen Clubs käme nicht nur einem sportlichen, sondern auch einem ökonomischen Erdbeben gleich. Insofern ist wohl eher mit einem drastischen Punktabzug für die betroffenen Clubs zu rechnen.

» Bildquelle: Flickr

Selbstmordversuch von Gianluca Pessotto?

27. Juni 2006 | 16:48

Selbstmordversuch Gianluca Pessotto?Laut Agenturmeldung hat der ehemalige Abwehrspieler und neue Team-Manager von Juventus Turin, Gianluca Pessoto heute einen Selbstmordversuch unternommen. Demnach sei Pessotto aus dem Fenster seines Büros im zweiten Obergeschoss der Juve-Geschäftsstelle gesprungen. Für die Selbstmordtheorie spreche die Tatsache, daß Pessotto wärend seines Sturzes einen Rosenkranz in der Hand gehalten habe.

Bis dato war Pessotto nicht das Ziel von Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Serie-A-Skandal. Der Kapitän der italienischen Nationalmannschaft Fabio Cannavaro brach nach Erhalt der Nachricht die heutige Pressekonferenz seiner Mannschaft ab.

Pessotto war nach dem Ende dieser Saison von seiner aktiven Laufbahn zurückgetreten und wurde Nachfolger des wegen des Liga-Skandals entlassenen Luciano Moggi. Sollte es sich tatsächlich um versuchten Suizid handeln, dürfte die italienische Öffentlichkeit Pessotto in den Kreis der Verdächtigen aufnehmen.

Wärenddessen hat Chefermittler Francesco Borrelli seine Ermittlungen auf die Vereine Arezzo, Empoli, Lecce, Messina, Reggina und Siena ausgeweitet. Ab kommenden Donnerstag stehen Juventus Turin, der AC Mailand, Lazio Rom und AC Florenz vor dem Sportgericht in Rom. Wärend Juves Zwangsabstieg wohl nicht mehr zu verhindern ist, dürften den anderen Clubs eher Punktabzüge und damit verbundene Nicht-Qualifikation für die Europäischen Wettbewerbe drohen.

Update 01.07..06: Pessotto schwebt nach Medienberichten immer noch in Lebensgefahr, nachdem er zweimal operiert und ins künstliche Koma versetzt wurde. Offensichtlich hat der Selbstmordversuch seine Ursache eher in den Problemen Pessottos mit seiner Karriere abzuschliessen, sowie einer Überforderung durch seine neue Aufgabe als Generalmanager von Juventus Turin.