Archiv 'International'

Der Umgang von Kicker Online mit dem Ableben von Antonio Puerta

29. August 2007 | 08:00

Karriere beendet

» Update: Mittlerweile angepasst…

Schmerzgrenze erreicht.

27. April 2007 | 07:14

Miroslav Klose

Die Spielzeit 2006/2007 wird in Werders Vereinsgeschichte als jene Saison in Erinnerung bleiben, in der es vermutlich nie so einfach war Meister zu werden, in der man sehr nah dran war einen internationalen Titel zu holen, in der wohl die spielstärkste Werder-Mannschaft der Neuzeit die Liga zwischenzeitlich nach Belieben dominierte.

Alles war möglich, bis Leistungsträger des Teams mit ihren Vertragsverlängerungen herumeierten, Unruhe in die Mannschaft und deren Umfeld brachten und somit Mitverantwortung tragen für das, was gestern in Olympiastadion von Barcelona passiert ist.

Im nach dem 0:1 generell schwachen Team waren Frings und vor allem Klose die absoluten Totalausfälle und spielten weit unter ihren Möglichkeiten. Einen Spieler wie Klose muss man ganz klar fragen, ob er nicht alle Tassen im Schrank hat vor einem Halbfinale des UEFA-Cups Sondierungsgespräche mit Bayern-Verantwortlichen abzuhalten. Keep in mind: Wir reden hier von einem Club, der vermutlich nicht die Qualifikation zur Champions League schaffen wird. Das Hitzfeld und Hoeneß mit diesem Treffen (ohne Werder zu informieren) ganz nebenbei gegen FIFA und DFB-Regularien verstossen haben, sei nur am Rande erwähnt.

Mir ist es mittlerweile egal. Soll Klose meinetwegen bei Bayern spielen und dort mit Schlaudraff und Podolski versauern, wirkliche Leistungsexplosionen hat man gerade bei letzterem nicht gesehen und man darf nicht vergessen, daß Bayern immer noch ein Spielmacher fehlt, der die Stürmer mit vernünftigen Pässen versorgen kann. Vermutlich lässt Werder Klose gegen Schlaudraff und/oder Makaay/Podolski ziehen.

Und Frings? Wer durch seine selbst forcierten Wechselgerüchte derartiges Medienecho provoziert, darf auch gerne bei einem korrupten italienischen Verein in der Seria A spielen, auch wenn es mit der Champions League erstmal nichts wird.

Es ist auffällig wie schnell sich Führungsspieler, die bis zur Winterpause als Charakterköpfe galten, mental vom Club verabschieden. In Krisensituationen waren sowohl Frings als auch Klose die Antreiber, die die Mannschaft bei einem Rückstand mitrissen und alles für einen Ausgleich gaben. Gestern war davon nichts zu sehen, einzig Naldo und Diego taten sich hier hervor. Ein Zeichen für das derzeitige Mannschaftsgefüge? Schon zur Krise im Februar hatte man den Eindruck, daß es im Team nicht stimmt.

Wie auch immer, das Finale ist gegessen und mit dieser Leistung sehe ich schwarz für die kommenden Aufgaben in der Liga. Schalke darf man anscheinend schon zur Meisterschaft gratulieren. Wenn man ehrlich ist: Wer die Punkte so unnötig und leichtfertig verschenkt, wie Werder im Februar und zwischenzeitlich auch in der Hinrunde, der hat es nicht verdient Meister zu werden.

Während der Krise im Februar habe ich im Stadion nie gepfiffen, habe Klose bei jedem Spiel einen Treffer gewünscht damit er seine Formkrise überwindet. Nach gestern muss ich feststellen: Mit solchen Spielern kann man sich nicht mehr identifizieren. Dann lieber ein Talent wie Kevin Schindler in Ruhe aufbauen. Selten war Platz zwei so unbefriedigend, von mir aus kann die Saison beendet werden, ich hab die Schnauze voll.

» Bildquelle: Flickr

Übertragung Celta Vigo vs. Werder Bremen im Internet

08. März 2007 | 11:01

Das kein deutscher Sender die Rechte an der Begegnung Celta Vigo gegen Werder Bremen erworben hat, ist zwar bedauerlich, aber gottlob gibt es ja P2P-TV. Das ist zwar nicht wirklich auf dem Standard einer Premiere-Übertragung, aber man hat zumindest die Chance auf eine Übertragung der UEFA-Cup Begegnung zwischen Celta Vigo und Werder Bremen. Weitere Emfpehlungen werden wohlwollend entgegengenommen und an dieser Stelle veröffentlich :)

» JLC-Client
Downloaden, Installieren (inkl. update), anschliessend “Spain” auswählen und dort den Sender TVG. (Vielen Dank @ Jan ;))

» PPLive-Client
Installieren und anschließend die Sender La Sexta oder ESPN auswählen

Edit: Radio Bremen bietet eine sehr gute und angenehme Live-Übertragung. (Real Player Stream). ESPN bringt Boxen *grml*

UEFA-Cup

15. Februar 2007 | 21:17

Weserstadion im Flutlicht

Die schönsten Fußballabende sind jene im Flutlicht und Dauerregen. Da kommt der ganze neumodische Werbekram im Stadion nicht wirklich zur Entfaltung, zumindest bildet man sich das ein. Als Bremer hat man zudem das Glück, positive Erinnerungen mit diesen Umständen zu verbinden. 5:1 gegen Neapel, 6:2 gegen Moskau, 5:3 gegen Anderlecht. Durfte ich dank meines fußballbegeisterten Großvaters alles Live erleben, was ich dann wiederum meinen hoffentlich kommenden Enkeln erzählen darf. An sowas denkt man an einem Flutlichtabend in der verregneten Tiefebene *g*

Ehrlich gesagt ging ich nach den eher durchwachsenen Leistungen der Rückrunde mit Skepsis ins Stadion. Doch die Partie im trauten Wohnzimmer zu schauen stand nicht zur Debatte. Bei der Aussicht auf Wolf-Dieter Poschmann als TV-Kommentator spürt man ungewollte innere Kälte und ausserdem fehlen einem vor dem Fernseher die sarkastischen Kommentare der Sitznachbarn (Ich bin fest übrigens davon überzeugt, daß ein Spielbericht unterlegt mit den gesammelten Kommentaren aus Block41 der absolute TV-Hit wäre ;)). Werder wirkte druckvoll, aber glücklos. Positiv im Vergleich zu den Spielen gegen Schalke und Stuttgart war vor allem das gesteigerte Zweikampfverhalten. Der Platzverweis gegen Lindenbergh tat sein übriges. Insgesamt fehlt es aber immer noch am Finetuning und der gewohnten Selbstsicherheit.

Gerade die Chancen von Diego und Klose gegen Ende waren eigentlich schwerer zu vereiteln, als sie zu Toren zu verwerten. Interessant: Womé wurde vor seiner Auswechselung bei diversen aussichtsreichen Situationen mit offener rechter Flanke bei Ajax nicht angespielt. Beim Verteilen der Bälle aus dem Mittelfeld machten manche Passgeber den Eindruck, als suchten sie nach Alternativen zum Kameruner. Als naiver Beinahe-Bundestrainer denkt man da schon an internen Trouble. Aber immerhin “stand die Null” und drei Tore Vorsprung sollten für das Rückspiel gegen Ajax reichen. Werder hat sich in der Tat freigeschwommen und wenn man die Kommentare mancher niederländischer Nachbarn liest, ist man umso erfreuter über den Sieg ;)

Bin gespannt wie es am Wochenende gegen Hamburg ausgeht. Nach einer nicht enden wollenden Pechsträhne und dem Befreiungsschlag gegen Dortmund am letzten Spieltag dürften die trotz ihres Tabellenplatzes ein äußerst gefährlicher Gegner sein. Aber in dieser Saison verliert Werder ja nicht gegen die Schlusslichter der Tabelle, sondern die Mitbewerber um den Titel. Es gibt also noch Hoffnung.

PS: Wer auf Auswärtstour nach Bremen kommt und an altertümlichen Flutlichkonstruktionen hängt, sollte Stadionbilder schiessen. In absehbarer Zeit werden die Masten demontiert.

Polizist erschießt Hooligan in Paris

25. November 2006 | 16:45

Immer auf die FresseFremdenfeindlichkeit im Fußball ist nichts Neues und das unsere europäischen Nachbarn in dieser Hinsicht keine Unschuldslämmer sind, auch nicht. Trotzdem sind Meldungen, wie diese vom Freitag, erschreckend. Nach dem Uefa-Cup-Spiel zwischen Paris St. Germain und Hapoel Tel Aviv (2:4) verfolgte eine Meute von 150 “Fans” einen Tel Aviv-Anhänger und zwar nicht, um ihm zum Sieg zu gratulieren. Ein farbiger Zivil-Polizist wollte dem Mann zu Hilfe kommen und wurde ebenfalls attackiert. In eine Ecke gedrängt, versuchte er sich, so die offizielle Version, erst mit Tränengas zu verteidigen. Als das nicht half, griff er zur Waffe und feuerte zweimal. Ein Hooligan wurde tödlich getroffen, ein zweiter schwer verletzt. Dass Polizist und Tel Aviv-Fan später in einem Schnellrestaurant nicht gelyncht wurden, konnte nur ein Großaufgebot der Polizei verhindern. Und wir sind da auch auf dem besten Weg.

Den Augenzeugenbericht eines Journalisten vom “L’Express” gibt es hier. Auf französisch …

Bildquelle: photocase.com

Fußball-Idol Ferenc Puskas gestorben

17. November 2006 | 22:43

Heute ist Ungarns Fußball-Idol Ferenc Puskas im Alter von 79 Jahren gestorben. Puskas war Kapitän der ungarischen Nationalmanschaft, die am 4. Juli 1954 in Bern gegen Deutschland das WM-Finale verlor. Seine Karriere ist einzigartig, ebenso seine Torbilanz: Bereits mit 17 spielte er in der Nationalmannschaft und schoss von 1943 bis 1966 in 528 Erstligaspielen in Ungarn und Spanien 512 Tore. Acht Mal wurde er Torschützenkönig und in 88 A-Länderspielen erzielte er 85 Treffer. 1996 wählte ihn der Internationale Verband der Fußballhistoriker zum erfolgreichsten Torjäger aller Zeiten.

Da waren es nur noch neun.

31. Oktober 2006 | 21:53

Juventus Turin, die alte Dame des italienischen Fussballs wie man früher in jeder Sonntags-Sportschau der ARD hören durfte, hat vor dem Schiedsgericht des Nationalen Olympischen Kommitees von Italien eine deutliche Reduzierung der als Folge des Manipulationsskandals in Italien verhängten 17 Negativ-Punkte erreicht. Nunmehr werden dem Zwangsabsteiger aus der Serie A nur noch neun Punkte am Ende der Saison abgezogen. Auch der AC Florenz und Lazio Rom erreichten Strafreduzierungen, einzig der Berlusconi-Club Milan hat weiterhin acht Punkte Abzug. Im Prinzip freue ich mich für die Anhänger, die wohl kaum etwas für die Vergehen der Funktionäre können. Andererseits muss man sich fragen, ob man damit nicht das falsche Zeichen setzt.

Diego für Brasilianische Nationalmannschaft nominiert

31. Oktober 2006 | 21:04

Werders Mittelfeldikone Diego ist vom brasilianischen Nationaltrainer und früheren Stuttgarter Spieler Carlos Dunga für das Spiel gegen die Schweiz nominiert worden. Der 21-jährige hat bereits 14 Einsätze für die Seleção bestritten und gewann mit seinem Team im Jahr 2004 die Copa América.

Copa Cabana

13. September 2006 | 15:48

In Brasilien scheint immer die Sonne und es ist warm und überall ist Meer und alle Menschen sind gutaussehend und muskulös, besonders die Frauen, die den ganzen Tag Samba tanzen und dabei ihre unglaublichen … Äh, apropos Frauen. In Brasilien gibt es auch – und das wissen wiederum nur wenige – Schiedsrichterinnen. Allerdings nicht mehr lange.

Beim Drittliga-Spiel Santacruzense gegen Atlético Sorocabana unterlief nämlich einer prominenten Unparteiischen ein folgenschwerer Fehler. Santacruzense-Stürmer Samuel verfehlte in der 89. Minute mit einem Weitschuss nur knapp den Kasten, wurde dann aber von einem Balljungen unterstützt, der – am Pfosten lehnend – den Ball unauffällig zwischen Selbige schob. Trotz Protest gab die Schiedrichterin das Tor, offenbar war sie in fraglicher Situation mit anderen Dingen beschäftigt (s. Volks-Reporter-Foto).

Dank dieses Treffers konnte Santacruzense die Tabellenführung verteidigen – vor Sorocabana.

Brasilianische Medien sehen dicke schwarze Wolken, die sich über den pfeifenden Damen zusammenbrauen:

“Nun werden wieder alle Machos kommen und versichern, die Unfähigkeit der Frauen im Fußball sei wieder unter Beweis gestellt worden.”

Assistent Pablo hält der Schiedsrichterin Maria am Seitenaus den Spiegel

» Bildquelle: photocase.com

Fußball-Experten unter sich

13. September 2006 | 09:44

K.: Nachdem Werder gestern verloren hat …

T.: Werder hat verloren!?! Mist, ich wusste, dass ich was verpasst habe. [Pause, hektisches Tippen] Und dann auch noch Ballack, der Arsch.

K.: Der spielt doch gar nicht bei Werder.

T.: Nein, aber bei Chelsea … Und dann auch noch ein Strafstoß!

K.: Im Radio haben sie gesagt, es war ein Elfmeter.

[...]