Archiv 'Champions League'

Play Off Royale

11. April 2006 | 21:22

eredivisieIn Deutschland jammert der Berufsprofi mit Millionengehalt ja schon rum wenn es mal englische Wochen gibt. Die Kollegen in der niederländischen Eredivisie verdienen nicht nur merklich weniger sondern müssen nach dem 34. und letzten Spieltag auch noch um ihre internationalen Plätze Play Offs ausspielen. Den zweiten Championsleague Platz hat keineswegs der Zweitplazierte der Saison sicher. Der wird nämlich unter den Plätzen 2-5 ausgespielt und der glückliche Gewinner darf dann weiter in Richtung Eliteliga. Der Zweite und Dritte bekommen je einen UEFA-Cup Platz und der Vierte aus den Play-Offs tritt gegen Platz 6-9 den Kampf an um den letzten UEFA-Cup Platz und 2 UI-Cup Plätze. Das ganze zieht sich dann runter bis Platz 13. Lediglich der Tabellenletzte und die Plätze 14 und 15 dürfen in Urlaub fliegen. Tabellenvorletzter und -vorvorletzter gehen in die Relegation. Würde man das ganze mal inklusive zu vergebender internationaler Plätze 1:1 auf die Bundesliga übertragen so könnte im Idealfall ein FC Bayern München Zweiter werden und durch die Play-Offs im UI-Cup landen. Ich fordere: Saisonverlängerung!

Dämon Europaliga?

06. April 2006 | 09:51

G14 fordert EuropaligaDem französischen Sportmagazin „France Football“ liegt angeblich ein „geheimes“ Strategiepapier der sogenannten G14 vor. Hinter diesem Kürzel verbirgt sich der Zusammenschluss der angeblich wichtigsten Europäischen Vereine (Wobei die Frage erlaubt sein muss, was Leverkusen und Dortmund aktuell dort zu suchen haben?). Im besagten Strategiepapier wird eine neue „Europaliga“ skizziert, die nicht von der UEFA, sondern (ähnlich der premierleague) von den Vereinen selbst abgewickelt wird. Selbiges Papier beklagt einen Qualitätsverlust der Pokalwettbewerbe durch die Öffnung des Ostblocks und der damit verbundenen größeren Teilnehmerzahl osteuropäischer Clubs.

Durchaus polarisierende Statements, es bleibt allerdings die Frage offen wie so ein Papier an die Öffentlichkeit gelangen konnte. Die Möglichkeit, dass hier ein Versuchsballon gestartet werden sollte, besteht durchaus. Unabhängig vom Gezeter der Verbände FIFA, UEFA und DFB stellen sich ganz pragmatische Fragen:

Schon heute bemängeln die Top-Clubs die Belastung von Spielern durch die Abstellung der Nationalmannschaften. Durch die Einführung einer Europaliga müssten jedoch durchweg englische Wochen veranstaltet werden, sofern die Vereine weiterhin an den nationalen Wettbewerben teilnehmen wollen.

Ob eine Europaliga überhaupt Akzeptanz bei Medien und Anhängern findet bleibt fraglich. Bisher ist der Tenor eher negativ. Ein geklonter Wettbewerb besitzt eben nicht die Authentizität einer seit Jahrzehnten etablierten nationalen Liga. Ob der Bedarf nach solchen Wettbewerben überhaupt besteht, erscheint derzeit mehr als fraglich. Ob Fans bereit sind, zum Auswärtsspiel von Barcelona nach Trondheim zu jetten, ist ebenfalls eine interessante Frage.

Zuletzt wäre da noch der Aspekt des „wilden Wettbewerbs“. Eine Europaliga parallel zur Champions League dürfte die Tür für Verhältnisse öffnen , wie sie beim Boxen herrschen. Schon die vier halbwegs etablierten Box-Verbände verwässern den Wettbewerb und damit auch die Sportart selbst.

Für eine Europaliga spricht derzeit nur eines: Die Aufhebung der derzeitigen Dominanz in den nationalen Ligen. Bayern München beherrscht die Bundesliga, Juve die Seria A und Chelsea die premierleague. Ob die Lösung aber in der Schaffung einer neuen Top-Klasse liegt, bleibt abzuwarten.

Bildquelle: G14.com

Ressourcen: G14 Presskit (deutsch)

88 Minuten Weltklasse reichen nicht aus.

08. März 2006 | 08:58

Tragisch (griechisch ????????) heißt nach Aristoteles ein Ereignis, welches zugleich Mitleid (mit dem von demselben Betroffenen) und Furcht (für uns selbst) erweckt.Eine Eigenart unser aller Lieblingssportart ist die Tatsache, dass auch eine Weltklasse-Leistung nicht unbedingt vor simplen Fehlern schützt. Lernen musste dies am gestrigen Abend Werders Keeper Tim Wiese und mit ihm vermutlich ganz Deutschland jenseits der Mainlinie. 88 Minuten liess der rosarote Panther die versammelten Juve-Stars verzweifeln, das Spiel schien schon abgehakt, die Sensation perfekt: Werder wirft Juve aus der Champions League. Bis zu jenem harmlosen Abpraller in der 88. Minute eben. Das Juve-Trainer Capello Werder als „eine der besten Offensivmannschaften, die es gibt“ adelte, dürfte wohl kaum ausreichend Trost spenden. Juve 2, Werder 1.

Präsident von Real Madrid zurückgetreten

28. Februar 2006 | 16:37

Perez Real MadridReal-Präsident Florentino Pérez hat gestern Abend seinen Rücktritt bekannt gegeben. Als Grund für den Rücktritt wird in den Medien neben dem Ausbleiben eines Titels vor allem auch der Zustand der Mannschaft angegeben. Öffentliche Streitereien auf dem Platz und ausbleibender Torjubel beim eigenen Spiel gegen Mallorca zeigen offen den Zustand des mit Superstars wie Beckham, Ronaldo und Raùl gespickten Teams. Zuletzt hatte Top-Stürmer Ronaldo erklärt, den Verein zum Ablauf der Saison verlassen zu wollen.

» Bildquelle: realmadrid.com

Champions League-Abend

23. Februar 2006 | 10:23

21:30. Weserstadion

Werder - Juventus 3:2
Nach den eher durchwachsenen Leistungen der letzten Wochen war nicht unbedingt mit einem Sieg von Werder Bremen gegen Juventus Turin zu rechnen. Die Norddeutschen knüpften gestern an legendäre Europapokal-Abende an und drehten einen zwischenzeitlichen 1:2 Rückstand in bester Bayern Manier in ein 3:2 in der Nachspielzeit.

Klose wieder im Training

20. Februar 2006 | 17:42

miroslav klose werder bremen juventus turinDer Messias ist zurückgekehrt: Miroslav Klose ist laut werder-online.de wieder im Training und wird vermutlich zum Champions League Knaller gegen Juventus Turin wieder im Einsatz stehen. Nach unfreiwilliger Schlittenfahrt am Hamburger Millerntor hatte sich der Nationalspieler eine Schulterverletzung zugezogen. Ob die Schwächephase der Bremer aus dem Fehlen ihres stärksten Stürmers resultierte, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. In den letzten drei Spielen gelang dem Paradesturm der Liga lediglich ein einziger Treffer am vergangenen Samstag beim Auswärtssieg in Dortmund.

» Bildquelle: www.miroslavklose.de

Gratwanderung: Krise oder nicht Krise?

14. Februar 2006 | 12:11

Werder Bremen Thorsten Frings7 Punkte aus 4 Spielen seit dem Ende der Rückrunde stehen auf dem Konto von Werder Bremen. An sich keine völlige Katastrophe. Wer aber die Auftritte des ehemaligen Titelaspiranten beobachtet hat stellt diverse Analogien fest: Fehlende Abstimmung, Formkrisen bei Leistungsträgern der Hinrunde und vor allem mangelnde Aggressivität zeichnen das Spiel des Traditionsclubs aus dem Norden aus. Schon bei der Pokalpleite gegen St. Pauli war festzustellen das die Bremer den hochmotiviert kämpfenden Hamburgern nicht viel entgegenzusetzen hatten. Gegen Bielefeld rettete man einen 0:1 Auswärtssieg und war die schlechtere Mannschaft, wurde von Mainz im eigenen Stadion an den Rand der Niederlage gebracht, hat gegen Stuttgart dominiert und klarste Chancen vergeben, gegen Kaiserslautern ohne den letzten Siegeswillen 0:2 zu Hause verloren.

Spieler wie Borowski und Klasnic laufen seit ihren Verletzungen der Hinrundenforum hinterher. Owomoyela, zu Saisonbeginn als ambitionierter Nationalspieler von Arminia Bielefeld gekommen, brilliert derzeit vor allem durch seine Unauffälligkeit auf dem Platz. Ungeahnte Schwächen traten am vergangenen Samstag gegen Kaiserslautern auf: Fehlpässe bei der spielerisch stärksten Mannschaft der Liga haben Seltenheitswert. Ärgerlich ist für die Anhänger der Norddeutschen vor allem eines: Sämtliche Punktverluste in dieser Saison waren unnötig und vor allem durch Abwehrfehler, mangelnde Aggressivität und Konzentration verursacht. Bremen ist die einzige Mannschaft die derzeit über das Potential verfügt, dem FC Bayern dauerhaft Paroli zu bieten. Werders größter Gegner der Saison 2005/2006 scheint vor allem das Team selbst zu sein.

Hoffnung besteht allerdings vor allem in zwei Punkten. Micoud offenbart in den letzten Spielen tatsächlich die lange bemängelten Kämpferqualitäten und Thorsten Frings blüht seit seinem Weggang von den Münchener Bayern förmlich auf. Beide gehörten gegen Kaiserslautern zu den engagierteren Spielern, ebenso Frank Baumann oder der für Reinke ins Tor gerückte Tim Wiese. Vor dem Spiel gegen Dortmund wandert Werder auf schmalem Grad, Klaus Allofs gibt sich in einem Interview allerdings optimistisch:

„Mit dem 0:2 haben wir einen richtigen Schuss vor den Bug bekommen. Ich glaube allerdings, dass uns dieser Schuss helfen wird. Es ist besser, einmal richtig zu verlieren, als immer wieder mäßig zu spielen und mal ein Unentschieden, mal einen Sieg einzufahren.“

Verliert Bremen sind Krise und Unruhe im Umfeld vorprogrammiert. Verfolger Schalke wäre im Falle eines eigenen Sieges nur noch einen Punkt vom 3. Platz entfernt. Gewinnt Bremen ist zumindest der Kampf um die Qualifikation zur Champions League wieder spannend.

Waiting for a Wunder…

09. Februar 2006 | 13:43

Real Madrid - Bernabeu Stadion - Copa del ReySagt zumindest der Economist in Bezug auf die hiesige nationale Wirtschaft. Auf ein Wunder wartet auch Real Madrid nach der gestrigen 1:6 Hinspiel-Klatsche gegen Real Saragossa. Das Finale des „Copa del Rey“ dürfte für den Hauptstadtclub damit relativ unwarscheinlich werden. Martialisch stimmt Pablo Garcia schon jetzt auf das Rückspiel ein (“It’s win or die against Zaragoza”) und auf der Website heißt es „Ein 5:0 wird gebraucht und ist möglich“. Erinnert dann doch ein wenig an Durchhalteparolen vergangener Tage. Die ehemals „Galaktischen“ erleben in dieser Saison ihre Entzauberung. Barcelona dominiert die Liga und hat auf die hinter Valencia drittplatzierten Royalisten bereits 10 Punkte Vorsprung. Für die kommende Saison wollen sich die Spanier für 110 Mio. € einen neuen Kader zusammenstellen. Wird also wieder alles unterhaltsam auf der iberischen Halbinsel.

» Bildquelle: cami74.com

Inter bietet angeblich 60 Millionen für Ballack

18. Januar 2006 | 16:43

Ballack Wechsel Inter MailandDarf man sport1.de glauben, ist Inter Mailand angeblich an einer Verpflichtung von Mittelfeld-Star Michael Ballack interessiert. Sport1 zitiert den Besitzer des norditalienischen Traditionsvereins Massimo Moratti. Dieser habe in der „Gazzetta dello Sport“ die Kosten des Transfers auf 60 Millionen EUR beziffert. Spekulationen gab es zuletzt auch um einen Wechsel Ballacks zu Real Madrid, nachdem Zinedine Zidane das Ende seiner Karriere nach dieser WM in Betracht zieht.

Arsenal auf Einkaufstour

13. Januar 2006 | 15:02

Gunners to bid 15 Millions on Theo Walcott Arsenal London will für den erst 16-jährigen Theo Walcott vom FC Southampton 15 Mio brit. Pfund ausgeben (ca. 23 Mio EUR). Dies ist einem Beitrag auf Spiegel-Online zu entnehmen. Walcott gilt als eines der größten Talente auf der Insel und wurde auch vom Premierleague-Krösus Chelsea umworben. Interessant dabei: Walcott ist noch nicht einmal Profi, erst mit seinem 17. Geburtstag im März hätte er bei Southampton einen entsprechenden Vertrag bekommen. Für 5 Tore in der U-17 Nationalmannschaft der Engländer reichten Walcott 9 Spiele. bei Southampton hat er bisher 19 Partien absolviert und erzielte dabei 4 Tore. Wie die Nachwuchshoffnung der Gunners mit dem Druck der hohen Ablösesumme umgehen wird, bleibt abzuwarten.