Schaut man sich die deutschen Blogcharts an, so findet man nicht ein hochverlinktes Sportblog. Eigentlich komisch angesichts so lobenswerter Publikationen und Kleinodien wie den Ergüssen von Trainer Baade, Bolzplatz, Vflog oder der Südtribüne. Auch die Ligashow habe ich, obwohl sie ein Podcast war, in die Reihe der interessanteren Formate eingeordnet. Und so kommen wir zur Überschrift. Eigentlich wollte ich einen Nachruf zur Ligashow schreiben, schließlich wurde das Baby von Franz & Max Anfang Juli eingestampft.
Hat mich nicht weiter verwundert. Dank ausgiebiger Indiskretionen ist es ein offenes Geheimnis, daß die natürliche Distanz zwischen manchen Printjournalisten und Web-Euphorikern in den Redaktionen der WAZ-Gruppe mit Liebe gepflegt wird. Zu den Gründen war bisher kaum etwas zu hören. Nun ist die Ligashow natürlich keine Arena-Sendung, sondern lediglich ein Podcast gewesen. Doch passte das Ende zu sehr in das Mosaik “WAZ auf Online-Schlingerkurs”. Angeblich sei das Format nicht vermarktbar gewesen. Beim Gedanken an einen “Sales Agent”, der in erster Linie die Anzeigenplätze der Nordrhein-Westfählischen Lokalzeitungen verkauft, wundert mich das kaum.
Wie auch immer: Max hatte auf telefonische Nachfrage tatsächlich mehr als nur die übliche Umschreibung von “Wir reden nicht drüber” zu erzählen.
So wird es die Ligashow “höchstwarscheinlich” weiterhin in alter Besetzung über das Thema Bundesliga berichten. Der Schwerpunkt soll verstärkt auf die Revierclubs gelegt werden, das Format wird zudem weiterhin unter dem Dach der WAZ veröffentlicht. Bleibt zu hoffen, daß das Engagement von Verlagsseite dieses mal langfristiger ausfällt. Ich drück den Jungs die Daumen.
Disclaimer: Der Autor war mehrfach Interview-Gast in besagtem Podcast. Bin indes trotzdem ein unabhängiger Geist, heutzutage muss man ja alles offenlegen ;)