Platter Humor zum Dienstag
03. Juni 2008 | 01:31
Kicker.de über den Aufstieg des FSV-Frankfurt in die 2. Bundesliga.

Kicker.de über den Aufstieg des FSV-Frankfurt in die 2. Bundesliga.
Nun kommt er doch, der Christoph Daum. Am Dienstag hatte der frisch Operierte medienwirksam auf einer Pressekonferenz im Krankenhaus abgesagt, gestern nun unterschrieb Daum doch einen Vertrag mit dem 1. FC Köln. Bis Juni 2010. Angebliches Jahresgehalt: 2,5 Millionen Euro. Eine Menge Schnee Schotter …
Dem Kölner Express sagte Kölns neuer Trainer:
“Nach meiner OP brauchte der FC eine schnelle Entscheidung. Mir ging es körperlich sehr schlecht, also habe ich abgesagt. Letzten Mittwoch habe ich Kölns Manager Michael Meier zum Geburtstag beglückwünscht. Er sagte mir, dass die Tür für mich trotz der Absage nicht zu sei. Ich habe gegrübelt und mich dann für mein Herz entschieden. Ich freue mich auf die Herausforderung. Der FC hat ein Riesenpotenzial.”
Vor dem Aufstieg kommt allerdings erstmal der ärztlich verordnete Erholungsurlaub, Daum wird seine Arbeit wahrscheinlich erst nach dem Stichtag, dem 27. November, aufnehmen. Wir bleiben gespannt.
Christoph Daum wäre nicht Christoph Daum, würde er ein mögliches Engagement beim 1. FC Köln nicht in gewohnter Weise in den Medien inszenieren. Am Dienstag sagt er den nach einem neuen Chefcoach suchenden Geissböcken ab. Heute bringt der “Express” die Meldung, Daum habe sich gegenüber FC-Manager Meier geäußert, er habe die falsche Entscheidung getroffen. Prompt meldet sich DFB-Chef Zwanziger im “DSF-Doppelpass” und verkündet: “Wenn er in die Bundesliga zurück will, muss er nicht nur sportliche, sondern auch soziale und gesellschaftliche Glaubwürdigkeit zeigen, und dies ist zur Zeit nicht so.” Großartige Medien-Gaudi. Und das an einem grauen Sonntag im November ;)
1860 München hat gestern die Geschäftszahlen auf einer Bilanz-Pressekonferenz veröffentlicht, prompt stand mein Feedreader nicht mehr still, denn das empfehlenswerte ultimative Löwenblog widmete dem Thema seither diverse Beiträge.
Zusammengefasst: Die 60er haben im vergangenen Geschäftsjahr bei 22,4 Mio EUR zwar einen Überschuss von 3,9 Mio. EUR erwirtschaftet, dies wurde allerdings nur durch den Verkauf der Anteile an der Allianz-Arena erreicht. Unter dem Strich bleiben ca. 8 Mio EUR Verbindlichkeiten bei einem Eigenkapital von 506.000 EUR.
Wenn man sich an die Tatsache erinnert das dem eigentlichen Münchner Traditionsverein im Frühjahr noch die Insolvenz drohte, schaut die Situation nun allerdings etwas freundlicher aus. Aktuell verhandelt der Verein mit dem US-Investmenthaus Morgan Stanley, die sich Anfang September bereits in größerem Maße bei Borussia Dortmund engagiert haben, über eine finanzielle Beteiligung.
“Virale Kampagnen” sind zur Zeit in aller Munde und auch die Sportschau ist mit ihrer Website dribbelmeister.de jetzt Web 2.0. Geröll-Rudi, ein Knet-Neandertaler, dribbelt in einem schon recht lustig gemachten Flash-Game durch die Steinzeit. Zusätzlich findet man diverse E-Cards und Downloads und den Trailer, der zur Zeit im TV für die Website wirbt.
Natürlich gibt es auch ein Dribbelmeister Blog – den ohne Blog wäre selbst die Sportschau nur Web 1.5. Dort finden sich z.B. Scribbles aus der Produktion und Hintergrundinfos.

Der Streit um die Rechtmäßigkeit privater Wettanbieter nimmt von Woche zu Woche bizarrere Ausmaße an. Von staatstreuen Beamten sekundiert, versucht die Politik das Wettmonopol bei den volkseigenen Anbietern zu erhalten. Ist ja nicht so, daß man heute seine Wette auf der Website eines irischen, maltesischen oder in Gibraltar residierenden Anbieters abgeben könnte. Schließlich hat man heute Breitbandanschlüsse und die Werbung des Anbieters kommt (nebst 10€ Gutschein) per Post aus Österreich.
Bei den Mitarbeitern und Kunden von bwin.de dürfte das skurrile Hin- und Her über Werbeverbote bei Bundes-, Regional- und sontigen Ligisten zwar für Aufregung sorgen, doch schafft man dem Anbieter mit diesem Vorgehen mehr Aufmerksamkeit als den Herren bei Oddset & co genehm ist. Erinnern wir uns an Napster: Lange Zeit klagte die Industrie gegen den P2P-Dienst und forcierte so den Nutzeransturm getreu dem Motto “Saugt, solange es noch erlaubt ist”. Das beim Spiel der Nationalelf gegen Schweden besagter Wettanbieter ohne Probleme Bandenwerbung schalten darf interessiert Gerichte, Ministerien und staatliche Anbieter anscheinend nicht.
So gilt es, das Übel an der Wurzel zu bekämpfen. Beim Kreisliga-Verein, der sich im vergangenen Jahr mit Trikotsätzen eingedeckt hat. Beim Champions League Teilnehmer, welcher sich erdreistet 6 Millionen EUR für Werbung einzukassieren. Und natürlich auch beim Jogger, der im T-Shirt eben jenes Champions League Teilnehmers von der Dortmunder Polizei auf offener Straße angehalten wird.
Der 30-Jährige joggte gegen 17 Uhr auf der Märkischen Straße. In dem neuen T-Shirt, das ihm seine ehemaligen Mitspieler aus der Amateurmannschaft von Werder Bremen zum Geburtstag geschenkt hatten. Vorn war klein und hinten groß der Schriftzug des Sponsors “bwin” aufgedruckt.
Plötzlich hielt ein Streifenwagen der Polizei neben Jeß. “Einer der beiden Polizisten forderte mich auf, mein T-Shirt auszuziehen”, berichtet er. Schließlich sei die Werbung für den privaten Sportwettenanbieter “betandwin” (bwin) in NRW verboten, klärte der Beamte ihn auf.
Das Schönste ist: Die Europäische Rechtssprechung dürfte sämtliche Anordnungen der beflissenen Ministerien obsolet werden lassen. Der Europäische Gerichtshof wird voraussichtlich noch im Oktober oder November diesen Jahres seine Entscheidung verkünden, ob die Dienstleistungsfreiheit auch bei Sportwetten anzuwenden ist.
» Bildquelle: Werder-Online
Heute beginnt die Post-Klinsmann-Ära. Jogi darf zeigen, daß auch er in keinster Weise vom geschlagenen Kurs abweichen wird. Trotz Schuhstreit, dem unseligen Retro-Sammer und einem Team ohne die verletzten Akteure Ballack, Mertesacker, Huth, Kehl und Metzelder. Dafür werden die Newcomer Friedrich (Mainz 05) und Fahti (Hertha BSC) ins Team rücken.
Auch die schwedische Mannschaft tritt heute Abend mit einem dezimierten Kader an. Nach den Rücktritten der Routiniers Henrik Larsson, Lucic und Jonsson versucht Coach Lagerbäck den Umbruch, doch fehlen ihm zusätzlich die Stammkräfte Edman, Ljungberg, und Mellberg. Bleibt also abzuwarten, welches Team die Ausfälle besser kompensiert. Vermutlich werden Jogis Jungens die Wikinger mit einem 3:0 nach Hause schicken. Xavier Naidoo wird dies zum Anlass nehmen, “Danke 2.0″ zu veröffentlichen. Vielleicht frisst er aber auch Stierhormone und produziert eine weitere Hymne à la “Dieser Weg”. Mit Gerald “DJ” Asamoah als Co-Produzent.
Live ab 20:45 in der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland.
Vor dem Auftaktmatch am Sonntag gegen Eintracht Braunschweig muss sich Zweitligist SC Paderborn einen neuen Chefcoach suchen, nachdem Jos Luhukay heute zurückgetreten ist. Der Kicker zitiert den 43-jährigen folgend: “Das Verhältnis zur Vereinsführung ist gestört”. Was genau den Konflikt zwischen Coach und Vereinsführung ausgelöst hat lässt sich kaum erahnen, über Themen mit Diskussionspotential war bisher nichts bekannt geworden. Luhukay war seit der Saison 05/06 Trainer der Westfalen, zuvor assistierte er Huub Stevens als Co-Trainer beim 1. FC Köln. Paderborn wurde bundesweit im Zusammenhang mit dem sogenannten Hoyzer-Skandal bekannt, als der HSV aufgrund umstrittener Schiedsrichterentscheidungen (die sich später als Schiebung entpuppten) im DFB-Pokal gegen den damaligen Amateurclub ausschied.

“Ich hab’ mal zu einem Bekannten gesagt: Manche gehen zu einer Domina, ich geh’ zu Sechzig. Am Ende des Tages ist es fast das gleiche.”
Stefan Schneider, Stadionsprecher beim TSV 1860 München im Interview mit dem Löwen-Blog.

Die DFL hat ihr Ligaportal einem Relaunch unterzogen. Insgesamt wirkt der Auftritt optisch zwar frischer, was mir persönlich fehlt sind allerdings community-orientierte Funktionen wie Foren oder Blogs, die eine schöne Möglichkeit gewesen wären die Website interessanter zu gestalten. Immerhin keine Tabellenlayouts, diese scheinen sich langsam aber sicher ins Daten-Nirvana zu verabschieden. Die Nutzer-Registrierung bietet übrigens ausser der Möglichkeit das sog. Liga-Radio per Windows-Media-Stream zu hören keinerlei Vorteile. Mein persönliches Highlight ist der angebotene TV-Planer mit allen Übertragungen der Liga-Spiele weltweit. Das die Spiele selbst in Djibouti Live ausgestrahlt werden kann nur ein Zeichen für den Aufschwung des deutschen Fussballs sein ;)