big brother is watching you: Kollektivhaftung für Kölner Fanclubs

24. Januar 2006 | 14:57 von Björn Hornemann

Der 1. FC Köln beschreitet neue Wege zur Vermeidung von Gewalt im Stadion. Nachdem es in der Hinrunde zu diversen Eskapaden wie dem sogenannten „Trommelstockwurf“ kam (bei dem ein Hamburger Spieler verletzt wurde), suchte der Verein nach geeigneten Mitteln. Etwas fraglich ist allerdings der neue Modus zur Vergabe von Auswärts-Karten. Die Fan-Clubs müssen nun bei der Bestellung von Auswärtstickets die Personalien der Käufer angeben und sich vorab in einer schriftlichen Vereinbarung verpflichten, für eventuelle Schäden aufzukommen die durch einzelne Randalierer verursacht werden. Grundsätzlich heisst das: Hat ein Schwachkopf seine Karte z.b. über den Fanclub „diehörster“ bezogen, haftet der Fanclub – sofern der Schaden nicht durch den Verursacher selbst getragen werden kann. Offenbar befürchten die Fanclubs auch eine Ausweitung der Regelung auf die Heimspiele des FC. Einen sehr guten Beitrag zu diesem Thema findet Ihr auf der 11freunde-Website.

Frage an die Rechtsexperten:
Sind solche Regelungen eigentlich im Rahmen der geltenden Rechtslage?

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2 Kommentare zu “big brother is watching you: Kollektivhaftung für Kölner Fanclubs”

  1. Dieter Eilts behauptet:

    Tolle Sache, sollte man auch bei Werder einführen.

    Dann kann ich schön randalieren, Spieler mit Baseballschlägern bewerfen und die Solidargemeinschaft zahlt. Endlich kann ich mich richtig daneben benehmen, das find ich Prima

  2. Running Gag behauptet:

    neeeeein, 1:1! pizarro hat grad eingelocht. die welt dreht sich nicht mehr. so ein scheiss!