Archiv Oktober, 2006

VG Dresden hebt Bwin-Verbot auf

17. Oktober 2006 | 16:59

Vor fünf Minuten noch über den eventuellen Bwin-Rückzug aus der Liga geblogged, da ist der Beitrag aufgrund einer SpOn-Meldung schon wieder überholt. Demnach hat das Verwaltungsgericht Dresden dem Eilantrag von Bwin stattgegeben und hat eine Verfügung des Regierungspräsidiums aufgehoben, wonach Bwin sämtliche Tätigkeiten im Bereich Sportwetten untersagt werden. Indes ist gegen das Urteil Revision vor dem Oberverwaltungsgericht zulässig und angesichts der bisherigen Strategie der staatlichen Anbieter ist mit einer Fortsetzung des Rechtsstreits zu rechnen.

Bwin vor Rückzug aus der Bundesliga?

17. Oktober 2006 | 16:39

Laut einer im Löwen-Blog zitierten Meldung des Fachmagazins Sponsors steht der Online-Wettanbieter Bwin vor einem Rückzug aus diversen Sponsoren-Engagements. Angeblich wolle man sich von jenen Vereinen und Verbänden trennen, in denen das Unternehmen nicht mit seiner Kernmarke werben darf. Dazu gehören neben der Bundesliga auch die Vereine Werder Bremen, 1860 München und weitere Partner, bei denen Bwin nicht als Hauptsponsor agiert. Bwin pumpt derzeit rund 25 Mio EUR pro Saison in Vereine und Liga, ist unter anderem auch Sponsor des Ligapokals. Schon seit Monaten klagen die staatlichen Wettanbieter in bester Tradition eines ökonomischen Protektionismus gegen das Österreichische Unternehmen. Werder Bremen hat sich aufgrund der Klage der Bremer Toto und Lotto GmbH gegen den Trikot-Slogan “we win!” übrigens mit einem Boykott des von besagtem Unternehmen unterstützten Amateur-Hallenturniers in der Bremer Stadthalle reagiert. Ohne Werders U23 dürfte dieses Turnier kaum spürbare Zuschauerzahlen bewegen. Ob dies die staatlich motivierte Vorgehensweise allerdings beeinflussen wird, halte ich für mehr als fraglich.

Das letzte Aufgebot

16. Oktober 2006 | 13:09

HSV VerletzungsserieEs ist lange her, daß ich gegenüber dem HSV Mitleid empfunden habe. Vielleicht vor etwas mehr als zwei Jahren, als die Stellinger Sportfreunde im Weserstadion mit 6:0 abgefrühstückt wurden und sich die meisten Anhänger schon zur Halbzeit auf den Heimweg Richtung A1 begaben. Am vergangenen Samstag war es erneut Zeit für diese Empfindung: Kurz vor Spielbeginn fällt Defensiv-Akteur Kompany aus, der Gegentreffer zum 0:1 ist mehr Zufallsprodukt als Beweis der “totalen Dominanz”, Jarolim wird mit Gelb/Rot belangt, Lubojas Treffer nicht gewertet und Sanogo verschiesst auch noch einen Elfmeter. Die Folge: Frustrierte Anhänger (am Wochenende äußerst medienwirksam in den Sportsendungen der Republik zu sehen) und Tabellenplatz 17, während die zukünftig vom Kreml gesponserten Gelsenkirchener von der mangelnden Cleverness des HSV profitierten und allen Spekulationen um eine mögliche Entlassung Mirko Slomkas ein Ende setzten.

Die Hamburger müssen am Dienstag in der Championsleague gegen den FC Porto antreten. Wer allerdings für einen Dreier sorgen soll, ist offen. Atouba, Demel, Van der Vaart, Bastian Reinhardt, Kompany und auch Jarolim werden verletzungsbedingt nicht dabei sein, Benjamin Lauth ist gesperrt. Da kann man Coach Doll kaum einen Vorwurf machen, abgesehen von der Tatsache, daß er mit Barbarez und Beinlich zwei Charakterköpfe der Mannschaft zur Sommerpause hat ziehen lassen. Beide wären in der jetzige Situation hilfreich für die Notelf, die die kommenden Aufgaben bestreiten muss. Sorin kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht die Rolle des vielzitierten “Leitwolfs” kaum erfüllen. Und so stehen die Hamburger vor der Situation, mit einer kaum eingespielten Mannschaft aus Ersatzspielern und Neuverpflichtungen einen Sieg einfahren zu müssen. Das letzte Aufgebot eben.

Bildquelle: Flickr

Zitat der Woche mit Bolzplatz-Dülp

14. Oktober 2006 | 10:50

“Während sich in England Leute wie George Best wenigstens glamourös zu Tode soffen, reichte in den 80ern das karge Bremer Gehalt gerade so aus, dass sich Uli Borowka ein eigenes Kühlhaus bauen konnte, um darin an heißen Tagen einen Kasten Weizenbier zu trinken.”

Bolzplatz-Blogger Dülp in seiner Reflexion über Spielergehälter.

Paul Robinson Blooper

12. Oktober 2006 | 14:27

England gilt nicht gerade als Heimstatt der weltbesten Torhüter. Die Tradition eines David Seaman wurde gestern gnadenlos vom britischen Keeper Paul Robinson fortgesetzt. England verlor im EM-Qualifikationsspiel in Kroatien überraschend mit 0:2. Um es mit den Worten der Torwartlegende Gloystein zu sagen: “Schließe nie die Augen, wenn du im Tor stehst”.

Bundesliga-Hymne im MP3 Download

11. Oktober 2006 | 10:45

Bundesliga-Hymne im MP3 Download Die “neue und moderne” Bundesliga-Hymne wurde heute morgen einem Feldversuch im Fanfaktor-Büro unterzogen. Die Rezipienten assoziierten mit der Hymne Meisterwerke der Filmgeschichte wie Indiana Jones, Top Gun und Star Trek. Der Fussball als episches Werk? Die Intention des Komponisten liess sich leider nicht auf Anhieb interpretieren. Der “Ohrwurm” wird bei Bundesliga.de zum Download angeboten – leider beschränkt sich die Erläuterung auf vier Sätze, die Nutzungsbedingungen des Audiofiles dagegen acht (!) Absätze. Übersetzt: “Keep out!”. Immerhin bleibt man von schrecklichen Chorälen analog der Championsleague-Melodie verschont. Via bundesliga-blog, Fussball-Biss

» Download der Bundesliga-Hymne

Trix und Flix

10. Oktober 2006 | 14:51

Trix und Flix

Knapp zwei Jahre bis zum Anpfif der EM 2008. Schon jetzt beglückt uns die UEFA mit den entsprechenden Maskottchen, die im Gegensatz zu Pleiten-Goleo sogar eine Hose tragen dürfen. Die Namen wurden ganz im Sinne der Nutzer-Partizipation per Voting bestimmt und setzten sich 36,3% von 67.000 abgegebenen Stimmen durch. Der Legende nach stammen beide aus einem “Fantasiedorf der Alpen”, tragen die Rückennummern 20 bzw. 08 und spielen “Gutes Maskottchen, Böses Maskottchen”. Denn, so die Kronen Zeitung, der eine mit der Nummer 08 sei der seriöse, kontrollierte Typ, der mit der Nummer 20 der rebellische, den dafür Kreativität auszeichnet. Die ersten Trix und Flix-Produkte gibt es Anfang 2007. Bis dahin gilt es, die heimischen Goleo-Figuren zu kuscheln.

Via qxm.de

» Bildquelle: uefa.com

Oliver Kahn moderiert “Was erlauben Strunz”

09. Oktober 2006 | 16:49

Oliver Kahn moderiert bei N24

Finis coronat opus. Oliver Kahn begibt sich angesichts des nahenden Karriereendes auf neue Wege und moderiert heute Abend die N24-Sendung “Was erlauben Strunz”. Kahn dürfte hierbei seine intellektuelle Seite präsentieren, hat er doch mit dem Autoren Paulo Coelho einen besonderen Gast.

Der brasilianische Schriftsteller ist in den 60er Jahren wegen des rebellischen Aufbegehrens gegen seine Eltern angeblich dreimal in eine pychatrische Anstalt eingewiesen worden. Da dürfte der Titan gleich einen Zugang zu seinem Gesprächspartner finden. Sehr spannend, obgleich Kahn leider nicht ins Kalte Wasser geworfen wird. Resident-Moderator Claus Strunz sekundiert Kahn bei der Einlösung seiner Wettschuld. Ab 23:30 auf N24.

Via Fritten, Fußball & Bier, Podpaper

Dortmunder Fanartikel: Der BVB-Toaster

09. Oktober 2006 | 12:49

Martin Amedick BVB-Toaster

Zu den zyklisch wiederkehrenden Aspekten des Merchandisings gehört die Tatsache, daß es immer einen Fanartikel gibt welcher noch sinnloser ist als all seine Pendants in den Shops der Erst- und Zweitligisten. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft geht Borussia Dortmund nun mit seinem BVB-Toaster ganz neue Wege. Denn: “Er bräunt das BVB-Emblem auf den Frühstückstoast und lässt den BVB-Fan gut gelaunt in den Tag starten.”

Doch, nach so einem 2:2 gegen Hannover schmeckt so ein Toast am Morgen darauf natürlich besonders gut. Der Preis von 24,95 € lässt den Interessenten auch nicht ganz so massiv zurückschrecken, wie das im Preis 15 € höher angesiedelte Werder-Waffeleisen.

Bildquelle: bvb.de

Falling Down

08. Oktober 2006 | 11:23

Podolski Platzverweis Georgien

Samstagabend. Man merkt die Einkehr des Herbstes. Die Stimmung im Rostocker Ostseestadion ist zwar ganz nett, den Hurra-Fußball des Sommers hat man gestern allerdings nur phasenweise gesehen. Das mag sicherlich an den diversen Umstellungen gelegen haben, es war eben die Rückkehr zur Normalität. Odonkor, Fritz & Manuel Friedrich gefielen. Trochowski war zwar bemüht, verzettelte sich jedoch in zuvielen Einzelaktionen. Schlaudraff, der dritte Debütant trat wenig in Erscheinung.

Hildebrand gehört in dieser Form nicht mehr in die Nationalelf, Enke wäre trotz privater Belastungen die bessere Wahl gewesen. Warum Mike Hanke nominiert worden ist, kann ich angesichts Torflaute in der Liga und der gestrigen Leistung nicht nachvollziehen.

Die Krönung bildete Poldi, der Amokläufer. Liegend keilte der bis dahin unglücklich agierende Bayern-Stürmer nach dem hinter ihm stehenden Khisanishwili aus. Die Rote Karte war die zwangsläufige Reaktion des Ösi-Referees. Glücklicherweise schien der Platzverweis das Team eher zu motivieren, Zehn Deutsche Spieler wirkten überzeugender als in Sollstärke. Schweinsteigers Tor war natürlich erste Sahne, er und Ballack waren die Stärksten in einem ansonsten eher durchschnittlich aufgelegten Team. Dennoch: Gegen die Slowakei muss man sich in der kommenden Woche steigern.

Bildquelle: lukas-podolski.com