Archiv Februar, 2006

Klose wieder im Training

20. Februar 2006 | 17:42

miroslav klose werder bremen juventus turinDer Messias ist zurückgekehrt: Miroslav Klose ist laut werder-online.de wieder im Training und wird vermutlich zum Champions League Knaller gegen Juventus Turin wieder im Einsatz stehen. Nach unfreiwilliger Schlittenfahrt am Hamburger Millerntor hatte sich der Nationalspieler eine Schulterverletzung zugezogen. Ob die Schwächephase der Bremer aus dem Fehlen ihres stärksten Stürmers resultierte, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. In den letzten drei Spielen gelang dem Paradesturm der Liga lediglich ein einziger Treffer am vergangenen Samstag beim Auswärtssieg in Dortmund.

» Bildquelle: www.miroslavklose.de

Routiniert geradlinig: Spieltag 22

20. Februar 2006 | 10:18

Matthias Hain Vorlage Lautern BielefeldFast schon ereignislos plätschert die Rückserie im WM-Jahr vor sich hin. Da vermisst der geneigte Konsument jene verbalen Rhetorik-Duelle aus besseren Tagen. Christoph Daum und Uli Hoeness beispielsweise haben sich schon lange nicht mehr öffentlich befehdet, Otto Rehagels Fussballweisheiten sind nur noch blasse Erinnerung und Klaus Toppmöller trainiert auf einmal Georgien, anstatt Adlerskulpturen zu Motivationszwecken in der Kabine zu präsentieren. Da brauchte es schon einen Peter Neururer der seinen Mannen von Hannover 96 eine Woche lang öffentlich einredete, sie würden die Bayern schlagen. Wäre da nicht ein gewisser Michael Ballack in der 89. Minute zum Kopfball hochgestiegen, hätte man den Coach der Niedersachsen in den Prophetenstand erhoben. Immerhin ein Highlight gab es dann doch: Die unfreiwillige Vorlage von Bielefelds Keeper Matthias Hain zum 2:0 der Kaiserslauterner wird vermutlich das Tor des Monats. Von dem träumt wärenddessen Dortmunds Chancentöter Smolarek nach dem 0:1 gegen Werder Bremen, das sich damit zwar keine Souveränität, zumindest aber Ruhe im Umfeld vor der Partie gegen Juve erkämpft hat. Fazit: An der Tabellenspitze nichts Neues.

» Bildquelle: www.bielefeld-fotos.de

Wer hat’s erfunden?

20. Februar 2006 | 09:15

Schweizer Bock im SchneeÜber den neusten Coup der FIFA-Clowns könnte man lachen, wenn’s nicht so traurig wäre. In einem Handbuch für Fernseh-Sender werden diese dazu verpflichtet, „Fußball“ falsch zu schreiben, nämlich mit „ss“. Die Herren Profispieler und andere Randgruppen mit Rechtschreibschwäche werden jetzt sagen: Und? Wo ist das Problem? Das Problem ist, dass die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland stattfindet und, soviel Patriotismus sollte erlaubt sein, dass man im Deutschen „Fußball“ immer noch mit einem „ß“ schreibt. Auch, wenn es den Schweizern nicht gefällt.

» Quelle: bundesliga-blog.de und TVBlogger.de
» Bildquelle: photocase.com

Bestechungsskandal in belgischer Jupiler-Liga

16. Februar 2006 | 19:37

jupilerLetztes Jahr hatte Deutschland seinen Betrugsskandal mit der Hoyzeraffäre. Das dieses auch in anderen Ländern passieren kann beweist dieser Tage die belgische JupilerLiga. Mehrere Spieler, u.a. auch Torhüter, haben gegen Geld der Wettmafia absichtlich Spiele verloren. Die belgische Presse ist momentan voll mit Berichten, die deutsche Journaille folgt sicherlich bald. Hauptbetroffen scheint der Club aus Lierse zu sein. Da der erste und dritte Torwart verletzt sind, der zweite und vierte Keeper des Clubs korrupt und entlassen, spielt der Erstligist nun mit dem fünften Goalkeeper. Weil flämisch hier eh keiner nur wenige verstehten gibt’s einen Link zum Blog eines belgischen Cartoonisten (in englisch).

Werder verpflichtet Clemens Fritz

16. Februar 2006 | 14:34

Clemens Fritz wechselt zu Werder BremenN24 meldet den Wechsel des Leverkusener Abwehrspielers Clemens Fritz zum Champions-League Teilnehmer Werder Bremen. Demnach wird der 25-jährige U-21 Nationalspieler ab der kommenden Saison vermutlich die zuletzt anfälllige rechte Abwehrseite verstärken. Fritz wechselt ohne Ablöse an die Weser.

Arne Friedrich und sein Kochbuch

16. Februar 2006 | 10:24

Arne Friedrich Rald Zacherl KochbuchArne Friedrich, Verteidiger in Diensten des derzeit ausser der Spur spielenden Hauptstadtclubs Hertha BSC, bereitet sich schon jetzt auf die Zeit nach der aktiven Karriere vor und hat mit dem Kantinenchef von Pro7 Ralf Zacherl ein Kochbuch mit dem sinnigen Namen „Foodball“ verfasst. Ein tolles Item für Friedrich-Ultras oder die Hausdamen im Kreis Oberhavel. Demnächst ist das kulinarisch-literarische Highlight bei Amazon erhältlich. Ob das gestrige 0:1 der Berliner vor der Geisterkulisse von 13.000 Zuschauern mit den Kochkünsten von Zacherl & Friedrich zu begründen ist wird derzeit noch in Erfahrung gebracht.

Flugzeuge im Bauch: Grönemeyer singt WM-Hymne

15. Februar 2006 | 12:26

Herbert Grönemeyer - FIFA Song - Celebreate the dayVerwirrung nach Analyse eines faz.net – Artikels. Demnach gibt es einen offiziellen Song zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 TM mit dem aussagekräftigen Titel „Time of Our Lives“, gesungen von Gesangsquartett Il Divo, angeblich die „derzeit erfolgreichste Musikgruppe der Welt“. Weiterhin wird es auch eine von Herbert Grönemeyer vorgetragene WM-Hymne mit Titel „Celebrate the Day” geben. Nun fragt man sich worin der Unterschied zwischen WM-Hymne und offziellem Song besteht aber Blatter-Sepp ist schon jetzt schwer begeistert:

„Ich freue mich über dieses starke Lied, gesungen von einer der weltweit führenden Gruppen, und bin überzeugt, daß dieses Stück den Fans als Teil des ganzen WM-Unterhaltungsprogramms in Erinnerung bleiben wird (..)Ebenso sicher bin ich mir, daß die Hymne, die von Herbert Grönemeyer produziert wird, für eine enge emotionale Bindung zwischen den Teams, den Fans und der Weltmeisterschaft sorgen wird. Es ist wichtig, daß das offizielle Musikprogramm die Leidenschaft für den Fußball und dessen Bedeutung für die Fans weltweit wiedergibt.

Mariah Carey, die ursprünglich für den Titel vorgesehen war hat übrigens ihre Mitwirkung abgelehnt.

» Bildquelle: gonemovies.com

Gratwanderung: Krise oder nicht Krise?

14. Februar 2006 | 12:11

Werder Bremen Thorsten Frings7 Punkte aus 4 Spielen seit dem Ende der Rückrunde stehen auf dem Konto von Werder Bremen. An sich keine völlige Katastrophe. Wer aber die Auftritte des ehemaligen Titelaspiranten beobachtet hat stellt diverse Analogien fest: Fehlende Abstimmung, Formkrisen bei Leistungsträgern der Hinrunde und vor allem mangelnde Aggressivität zeichnen das Spiel des Traditionsclubs aus dem Norden aus. Schon bei der Pokalpleite gegen St. Pauli war festzustellen das die Bremer den hochmotiviert kämpfenden Hamburgern nicht viel entgegenzusetzen hatten. Gegen Bielefeld rettete man einen 0:1 Auswärtssieg und war die schlechtere Mannschaft, wurde von Mainz im eigenen Stadion an den Rand der Niederlage gebracht, hat gegen Stuttgart dominiert und klarste Chancen vergeben, gegen Kaiserslautern ohne den letzten Siegeswillen 0:2 zu Hause verloren.

Spieler wie Borowski und Klasnic laufen seit ihren Verletzungen der Hinrundenforum hinterher. Owomoyela, zu Saisonbeginn als ambitionierter Nationalspieler von Arminia Bielefeld gekommen, brilliert derzeit vor allem durch seine Unauffälligkeit auf dem Platz. Ungeahnte Schwächen traten am vergangenen Samstag gegen Kaiserslautern auf: Fehlpässe bei der spielerisch stärksten Mannschaft der Liga haben Seltenheitswert. Ärgerlich ist für die Anhänger der Norddeutschen vor allem eines: Sämtliche Punktverluste in dieser Saison waren unnötig und vor allem durch Abwehrfehler, mangelnde Aggressivität und Konzentration verursacht. Bremen ist die einzige Mannschaft die derzeit über das Potential verfügt, dem FC Bayern dauerhaft Paroli zu bieten. Werders größter Gegner der Saison 2005/2006 scheint vor allem das Team selbst zu sein.

Hoffnung besteht allerdings vor allem in zwei Punkten. Micoud offenbart in den letzten Spielen tatsächlich die lange bemängelten Kämpferqualitäten und Thorsten Frings blüht seit seinem Weggang von den Münchener Bayern förmlich auf. Beide gehörten gegen Kaiserslautern zu den engagierteren Spielern, ebenso Frank Baumann oder der für Reinke ins Tor gerückte Tim Wiese. Vor dem Spiel gegen Dortmund wandert Werder auf schmalem Grad, Klaus Allofs gibt sich in einem Interview allerdings optimistisch:

„Mit dem 0:2 haben wir einen richtigen Schuss vor den Bug bekommen. Ich glaube allerdings, dass uns dieser Schuss helfen wird. Es ist besser, einmal richtig zu verlieren, als immer wieder mäßig zu spielen und mal ein Unentschieden, mal einen Sieg einzufahren.“

Verliert Bremen sind Krise und Unruhe im Umfeld vorprogrammiert. Verfolger Schalke wäre im Falle eines eigenen Sieges nur noch einen Punkt vom 3. Platz entfernt. Gewinnt Bremen ist zumindest der Kampf um die Qualifikation zur Champions League wieder spannend.

Die Geschichte holt uns ein

14. Februar 2006 | 09:27

Logo der Polizei zur WM 2006Nach den Holländern (coole Trikots übrigens) und ihren Wehrmachtshelmen kommt nun das britische Boulevardblättchen „Sun“ mit einem Nazivergleich. Als Meister der psychologischen Kriegsführung machten sich die Herren Journalisten „after teatime“ auf die Suche nach einer Schlagzeile zur Demoralisierung der deutschen Truppe Mannschaft. Und, natürlich, wurden sie fündig. Lustigerweise auch noch bei der Polizei, die sich für die Weltmeisterschaft 2006 ein eigenes kleines Logo ausgedacht hat:

„Ein lustiges Fußballgesicht mit strahlenden Augen und einem verschmitzten Lächeln lugt unter der Polizeimütze hervor. Auf dem Zeigefinger balanciert er mit Leichtigkeit die Weltkugel.“

Hynkel spielt mit der WeltHa, wird mancher da jetzt denken! Das kenn ich doch! Das klingt genau wie die Beschreibung der weltberühmten „Weltkugel-balancier-Szene“ aus „Der große Diktator“ mit Charlie Chaplin. Und wen verkörpert der Herr Chaplin da? Genau! Adolf Hynkel Hitler. Diesen Weg müssen auch die Gedanken der „Sun“-Redaktion gegangen sein, die das putzige Logo für eine nur schlecht versteckte Hitler-Karikatur hält. Die Polizeimütze sei eine „Kappe im Militärstil“ und der schwarze Fleck keine Nase sondern eindeutig ein Hitler-Bärtchen, schrieb das Massenblatt.

Da kann man nur hoffen, dass die Fußballer der englischen Nationalmannschaft spielerisch ebenso phantasievoll sind, wie die britische Journaille.

» Bildquelle: www.der-grosse-diktator.de

Neue Oranjeshirts vorgestellt

13. Februar 2006 | 22:34

raffieHeute ist das neue Shirt der niederländischen Nationalmannschaft, besser bekannt als die „Elftal“, präsentiert worden. Während das Heimshirt sich am Trikot von 1959 orientiert geht das Design des Auswärtstrikots zurück bis ins Jahr 1905. Detaillierte Fotos gibt’s auf der Seite vom KNVB, heim und auswärts. Gut, man mag sich fragen ob das so innovativ ist sich an alten Trikots zu orientieren. Aber sein wir mal ehrlich: ein Michael Ballack in einem auf 54er WM designten Retroshirt wäre zuviel der Ehre.

Bildquelle: www.knvb.nl