Nun ist es amtlich: Das wichtigste an dieser WM sind nicht die Spiele oder der Ausgang des Turniers sondern der Sponsorenschutz. Wie der Weltverband der Zeitungen heute mitteilt, hat die FIFA Gespräche über die einschränkenden Richtlinien zur Berichterstattung ergebnislos abgebrochen. Teil der Richtlinien ist beispielsweise das Verbot, Abbildungen während der Begegnungen im Internet oder anderen Publikationen zu veröffentlichen. Auch die Anzahl der Photos wird begrenzt, wie auch die Art der redaktionellen Einbindung in Druckerzeugnisse. Wer sich nicht an die Richtlinien hält, bekommt keine Akkreditierung und darf somit vor dem Fernseher seine Berichte verfassen. Erfreulich offen beschweren sich Verband und die wichtigsten Nachrichtenagenturen in einem Brief an Blatter-Sepp:
„Wir sind sowohl von der inhaltlichen Reaktion der FIFA auf unsere Einwände als auch von der – man muss es wohl so offen sagen – Selbstherrlichkeit, mit der Sie uns Ihre Vorschläge und Folgerungen haben zukommen lassen, zutiefst enttäuscht”
Die WAN vertritt 18.000 Zeitungen, 11 Nachrichtenagenturen und diverse nationale Presseverbände. Bleibt zu hoffen, daß die Medien von Hofberichterstattung absehen und mit öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen gegen die Richtlinien vorgehen.